<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>

<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://aktuell.twoday.net/">
    <title>akt-uell (Rubrik:prosa)</title>
    <link>http://aktuell.twoday.net/</link>
    <description> </description>
    <dc:publisher>evelyne w.</dc:publisher>
    <dc:creator>evelyne w.</dc:creator>
    <dc:date>2005-10-10T10:09:55Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://twoday.net/static/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://aktuell.twoday.net/stories/810048/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://aktuell.twoday.net/stories/659362/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://twoday.net/static/icon.gif">
    <title>akt-uell</title>
    <url>http://twoday.net/static/icon.gif</url>
    <link>http://aktuell.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://aktuell.twoday.net/stories/810048/">
    <title>lebensmelodie</title> 
    <link>http://aktuell.twoday.net/stories/810048/</link>
    <description>Dritter Besuch, der Platz bei der Strassenlampe wieder leer. War es hier, fragen die Gedanken die Erinnerungen, hier bei diesem Laternenmast oder doch erst bei dem N&amp;auml;chsten, langsam verschwimmt die Erinnerung, verliert an Festigkeit, sie wurde auch lange nicht mehr aufgefrischt. Es gab, es war, aber es ist nicht nochmals, es gibt nur noch, jetzt, was war.&lt;br /&gt;
Das war sch&amp;ouml;n, dieser leise Klang des Saxophons, der sich nicht weit verbreitete, der sich nicht in der H&amp;auml;userschlucht verlief und dadurch zwang, wollte man die Melodie h&amp;ouml;ren, stehenzubleiben. Von unten, dem kalten glatten schmutzigen Granit der breiten Strasse kam er und stieg leise auf, drang in die offenen Ohren, setzte sich fest, wie sich Bekanntes h&amp;auml;lt und das Neue anzieht. Das Bekannte umarmt das Neue, l&amp;auml;sst es nicht mehr los, ja so waren die Melodien, die aus dem geformten Messingblech, dem Saxophon kamen.&lt;br /&gt;
Genau konnte niemand sagen, das ist es, das ist von dem oder dem, das ist das Lied, nein, genau nicht, alles lief zusammen, wurde zu einem Klingen einer Lebensmelodie. Ein Leben gespielt ohne Notenbl&amp;auml;tter, aber h&amp;ouml;ren musste man es wollen, sonst waren es blo&amp;szlig; ein Musikfetzchen in diesem Trubel der Geldausgebenundkurzesgl&amp;uuml;ckerwerbenstrasse, ein anderer Ton ihm Ohr. H&amp;ouml;rte man nicht zu, gab man sich nicht die Zeit, besser schenkte man sich nicht die Zeit, um den vereinten T&amp;ouml;nen ein Bild zuzuordnen, nahm dieses Tongeschenk nicht an, dann konnte man weitergehen. Ja h&amp;ouml;ren musste man wollen, um anzuhalten.&lt;br /&gt;
Es fing immer unsicher an, das neue St&amp;uuml;ck, ein wenig wie - wohin soll ich eigentlich - ein wenig wie ich will nicht heraus aus der Geborgenheit des Nochnichtgespieltsein, doch es kam heraus. Die Kindheit kam mit den T&amp;ouml;nen, ein Bild der Kindheit, nicht zu weit die Mutter verlassen, nicht zu weit vom Sax weg erklingen, noch ein wenig festhalten.&lt;br /&gt;
Schon dr&amp;auml;ngten die n&amp;auml;chsten Noten nach, erspielten sich eine unbek&amp;uuml;mmerte Fr&amp;ouml;hlichkeit, sicherer klangen sie, wie Jugend und &amp;Uuml;bermut, so als k&amp;ouml;nne sie nichts aus ihrer Bahn bringen, sie stie&amp;szlig;en durch, legten sich vor den Klang des Unsicheren. Sie zwangen den Geher seinen Schritt zu stoppen, die Ohren zu &amp;ouml;ffnen, anzuhalten um innezuhalten.&lt;br /&gt;
Der flotten Unbek&amp;uuml;mmertheit folgte ein Bruch - die erste Liebe entzwei - in der Melodie des Lebens, dieser Melodie, die aus vielerlei oft Gespieltem zusammengef&amp;uuml;gt war und hier sich darbot und trotz dem Bekannten doch eine eigene Melodie war.  &lt;br /&gt;
Dann klang das Sax dumpf, ein wenig depressiv, gezogen die Melodie, lange Abst&amp;auml;nde zwischen den Noten und T&amp;ouml;nen. Die Zeit des Verlustes wurde gespielt und gleich darauf erholte sich die Melodie, griffen h&amp;ouml;here T&amp;ouml;ne ein, warfen dumpfe Teile aus dem Klang, der Rhythmus beflottete sich, die Fingerspitzen griffen h&amp;auml;ufiger auf den Klappen und Ventilen herum, blassrosa f&amp;auml;rbten sich die Wangen der Spielerin, das Blut zirkulierte eine Spur schneller, angetrieben von den Erinnerungen, den fr&amp;ouml;hliche ausgelassenen, licht und heiter malten die T&amp;ouml;ne die vorstellbaren Lebensbilder, erklommen eine neue H&amp;ouml;he, die Hochzeit im Leben, der Mann der einzig geliebte im Leben, trat ein in das Tonbild, noch klangen hohe T&amp;ouml;ne unterschiedlich auf, warfen eine positive Wellenlinie an T&amp;ouml;nen aus dem Trichter des Saxs. Langsam kamen Zwischenakkorde gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig, vorerst nur kurz, verl&amp;auml;ngten sich, &amp;uuml;bernahmen immer mehr der Melodie, die Gew&amp;ouml;hnung an Gewohnheiten, ein schriller klagender Ton brach sie ab, der Tod, in kurzen St&amp;ouml;&amp;szlig;en brach die Trauer in die Fr&amp;ouml;hlichkeit ein, die Botschaft der Musik hie&amp;szlig; Leiden.&lt;br /&gt;
Die Spielerin des Saxophons sa&amp;szlig; auf dem kalten Boden, eingeh&amp;uuml;llt in etliche Schichten Stoff und gestrickten Umh&amp;auml;ngen, ihre Finger zeigten sich nur an der Spitze, lugten aus alten bunten Handschuhen, den die Kappen fehlten um die Klappen spielen zu k&amp;ouml;nnen, Sie war die Melodie, sie spielte ihr Leben, sie sammelte hier nicht Almosen, wenn dennoch ein Geldst&amp;uuml;ck fiel, nahm sie es am Ende eines Liedes, weshalb auch nicht, sie konnte es sicher brauchen, nur sie zielte nicht auf die Geldb&amp;ouml;rsen, sie zielte auf die Ohren, auf die Herzen. Welche Trefferquote sie erreichte, eine niedrige vermutlich, stehenbleiben dem Lied ihres Lebens zuzuh&amp;ouml;ren, wenige, keine Zeit, die Unsinnigkeit des Erwerbens lag in den Stirnen vorne.  Was geht sie uns an, was ihr Musik, ihr gespieltes Leben, es gibt F&amp;uuml;rsorge f&amp;uuml;r sie und f&amp;uuml;r uns bessere Musikkonserven, ja, soll sie spielen, es st&amp;ouml;rt nicht, aber sie soll mich nicht erreichen, soll uns nicht erreichen.&lt;br /&gt;
Nur nicht erreicht werden, nur nicht die Misst&amp;ouml;ne in der Melodie des eigenen Lebens  h&amp;ouml;ren, es ist noch nicht der Zeitort, noch nicht der richtige Termin f&amp;uuml;r den Eilenden sich seine falschen Akkorde anzuh&amp;ouml;ren und sie zu &amp;auml;ndern, jetzt noch nicht, nein, sp&amp;auml;ter, wann sp&amp;auml;ter, zu sp&amp;auml;t, kann man nichts machen, die Umst&amp;auml;nde und so, sie wissen und au&amp;szlig;erdem, es k&amp;ouml;nnte zu der Armut f&amp;uuml;hren, zu jener Armut die hier sa&amp;szlig; in der Gestalt der alten Saxophonspielerin, die keinen Pelz besa&amp;szlig;, keine warme Bleibe mit Dusche oder f&amp;uuml;nf komfortable Zimmer bewohnte, zumindest nahmen das die Vor&amp;uuml;bergehenden an. Ihren Reichtum, ihren einzig wirklich wichtigen Besitz sahen sie nicht, weil sie nicht h&amp;ouml;ren k&amp;ouml;nnen wollten.&lt;br /&gt;
Blues, leiser sanfter Blues kam von dem Sax am Bodenplatz, nahm mit, legte die Trauer blo&amp;szlig;, die in ihr wohnte, f&amp;uuml;hrte hinein in die kurze Zukunft die sie noch vor sich sah, schon spielte der Tod in der Melodie mit, es klang wie ein Trauermarsch, den sie &amp;uuml;ben musste f&amp;uuml;r ihren letzten Weg, aber wer sollte ihn dort spielen, wenn ihre Fingerspitzen nicht mehr die Klappen und Ventile &amp;ouml;ffneten und schlossen, wer sollte spielen. Ein Gepolter an T&amp;ouml;nen, die Erde fiel auf den Sarg, der letzte Ton, zerplatzte in der lauten Welt vor ihrem Platz. Die Lippen gaben das Mundst&amp;uuml;ck frei, die Leute gingen weiter und noch immer vorbei, Pause, die Musik machte Pause, schon einmal heute gespielt, ihr Leben, noch einmal, nicht des Geldes wegen, nein, der inneren Notwendigkeit wegen, sie spielte, denn sie lebte noch und wieder werden die T&amp;ouml;ne aufsteigen, leicht anders die Melodie klingen, ohne Noten gespielt, noch einmal und morgen wieder sich hier durchsetzen wollen, spielen um zu Leben, das eigene Leben als Musikerz&amp;auml;hlung spielen, ein einfaches klares Ziel f&amp;uuml;r die sp&amp;auml;rlichen Resttage, die uns allen beschieden sind und mit dem schweren Blues wird sie enden, dann ihr Habe zusammenraffen und gehen, wohin, keiner konnte es sagen, keiner kannte ihren Namen, sie wird einfach gehen um wiederkommen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
Der Platz, oder war es doch dort, ist leer, die Melodie ihres Lebens kommt nicht mehr aus dem Messingblech, die Finger dr&amp;uuml;cken keine Klappen und Ventile mehr, zumindest nicht mehr hier, der Platz, so genau kann man sich nach einer geraumen Zeit nicht mehr erinnern, ist nur eine Erinnerung f&amp;uuml;r die, die h&amp;ouml;ren konnten und wollten. F&amp;uuml;r mich eben, f&amp;uuml;r mich eine Erinnerung.
&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;center&gt;&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;384&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/aktuell/images/saxophon-blau.jpg&quot; alt=&quot;saxophon-blau&quot; /&gt;&lt;/center&gt;</description>
    <dc:creator>oberlel</dc:creator>
    <dc:subject>prosa</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 oberlel</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-01T23:42:48Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://aktuell.twoday.net/stories/659362/">
    <title>Mein Malen</title> 
    <link>http://aktuell.twoday.net/stories/659362/</link>
    <description>&lt;br&gt;
Eine Idee, seit ein paar Tagen ist sie in mir, f&amp;auml;ngt meine Gedanken ein, holt mein Gef&amp;uuml;hl aus dem Bauch, zeichnet mir ein inneres Bild vor die Augen, l&amp;auml;sst es verschwinden, neu erscheinen, wechselt Farben aus, erneuert dies und das.&lt;br /&gt;
Sie keift mit mir, schimpft mich Z&amp;ouml;gerling, ist mit mir unzufrieden, lacht &amp;uuml;ber meine momentane Hilflosigkeit und treibt mich vor sich her, hinein in das Tun.&lt;br /&gt;
Zwei, drei Tage, dann beginne ich die Idee zu besiegen. Genussvoll spr&amp;uuml;he ich Wasser auf die Aquarellfarben, bis sie mich beinahe lebendig angl&amp;auml;nzen. Noch liegt das Blatt in seinem Wei&amp;szlig; unber&amp;uuml;hrt auf dem Malbrett. Meine Hand streicht liebevoll &amp;uuml;ber die gebundenen Pinselhaare, das Bild der Idee ist jetzt deutlich in mir.&lt;br /&gt;
Automatisch nehme ich den dicken Pinsel, den der faul und bequem im Beh&amp;auml;lter steht, wecke ihn durch ein Bad im klaren Wasser. Gr&amp;uuml;n, ein scharfes Gr&amp;uuml;n dr&amp;auml;ngt sich auf, der Pinsel gleitet in die Farbe ber&amp;uuml;hrt das erste Mal das Papie, zerst&amp;ouml;rt das jungfr&amp;auml;uliche Wei&amp;szlig;. Die Lust am Malen nimmt mich fest in ihre F&amp;auml;nge, die Emotion erwacht, der Kampf gegen die Idee, gegen ihre freche Lebendigkeit in mir &amp;auml;u&amp;szlig;ert sich in einem schnellen Strich, der St&amp;auml;ngel ist festgelegt, die Bl&amp;auml;tter, der Bl&amp;uuml;tenkopf folgen, nur Umrisse auf dem Papier. Das Gr&amp;uuml;n ist zu hart, zu scharf, ein wenig gelb hinzu, Rot, Karminrot um die Umrisse, die Farbe meiner Emotion, dazu das Licht von Indischgelb, schon entsteht W&amp;auml;rme auf dem Bild.&lt;br /&gt;
Jetzt f&amp;uuml;hrt mich nur noch mein Gef&amp;uuml;hl, meine Ergriffenheit von dem Motiv, von dem Wollen, die Idee zu bannen, ihr keine Chance auf ihre Wechselspielchen mehr zu lassen. Ich sch&amp;ouml;pfe aus mir, Orange in den Bl&amp;uuml;tenkopf, konturiere mit Schwarz, nochmals dr&amp;uuml;ber. Abgrenzungen des Motivs gegen seinen roten Hintergrund in dem es liegt, auf dem es zu leben beginnt.&lt;br /&gt;
Ein flacher Pinsel tr&amp;auml;gt reines Wasser &amp;uuml;ber das Vorhandene, Zusammenl&amp;auml;ufe von Farben bilden sich, ich kann nicht aufh&amp;ouml;ren, die Lust daran ist lebendig in mir.&lt;br /&gt;
Der letzte Punkt der Idee ist noch zu verwirklichen, die Tr&amp;auml;nen der Sonnenblume. Wei&amp;szlig;, ausged&amp;uuml;nnt, flie&amp;szlig;t &amp;uuml;ber die Bl&amp;auml;tter, &amp;uuml;ber die Bl&amp;uuml;te, bildet B&amp;auml;che von d&amp;uuml;nner milchiger Farbe, bleibt irgendwo stehen, bildet eine Tr&amp;auml;ne. &lt;br /&gt;
Die Idee ist festgehalten und in mir verl&amp;ouml;scht.&lt;br /&gt;
Signieren, Fotografieren, in den PC speichern, das Bild wegr&amp;auml;umen. Nebenarbeiten, belanglose T&amp;auml;tigkeit am Rande des Sch&amp;ouml;pfens.&lt;br /&gt;
Das fertige Bild ruft kein Interesse mehr wach, malen ist alles. Malen, das ist, wenn die Leidenschaft in die Tageszeit eindringt und diese unwesentlich macht, wenn der Bauch die Farben w&amp;auml;hlt und die Hand sich dem Gef&amp;uuml;hl ergibt, wenn die Pinsel sich tanzend auf dem Papier bewegen, wenn die Au&amp;szlig;enrealit&amp;auml;t sich im Abseits des Sehens befindet und sich eine neue Realit&amp;auml;t in der Leidenschaft und Emotion des Bildes erschafft. Ja das ist Malen, mein Malen, so male ich, anders kann ich es nicht. 
&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;center&gt;&lt;a href=&quot;http://www.guweb.com/cgi-bin/postcard?id=HSV3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img width=&quot;313&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/aktuell/images/traenendersonnenblume1.jpg&quot; alt=&quot;traenendersonnenblume1&quot; /&gt;&lt;br&gt;
&lt;font size=1 face=&quot;verdana&quot;&gt;als e-card-versenden&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;&lt;/center&gt;</description>
    <dc:creator>oberlel</dc:creator>
    <dc:subject>prosa</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 oberlel</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-29T10:50:28Z</dc:date>
  </item> 


<textinput rdf:about="http://aktuell.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://aktuell.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
